
Interessant ist auch ein Blick auf andere regionale Sprachen und Dialekte im nordeuropäischen Raum.
Neben dem Gutnischen kann zum Beispiel noch das im westschwedischen Dalarna verbreitete Älvdalische genannt werden. Das Älvdalische ist wie Gutamål eine selbständige skandinavische Sprache, jedoch bis heute nicht vom schwedischen Staat als solche anerkannt. Wer hier mehr wissen möchte, dem sei der Verein Ulum Dalska empfohlen. Der Verein hat auch mehrere Publikationen herausgegeben, darunter auch 2023 und 2024 auch eine Reihe von fünf modernen Lehrbüchern.
Gemeinsamkeiten als regionale Sprache bestehen auch mit dem Nordfriesischen. Das Nordfriesische ist eine westgermanische/nordseegermanische Sprache und steht somit dem Englischen und Niederdeutschen näher. Es hat jedoch auch starke dänische/nordische Einflüsse. So wird zum Beispiel vermutet, dass es vor der Ankunft friesischer Siedler bereits eine nordische Präsens auf den nordfriesischen Inseln gab. Wer sich für das Nordfriesische und seine Dialekte interessiert, dem sei das Nordfriesische Institut und die Fering Stiftung auf der Insel Föhr empfohlen, die beide jeweils auch einen Online-Shop betreiben. Für das Föhrer Nordfriesisch (Fering) wurde vor einigen Jahren mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) ein Online-Übersetzer entwickelt, der ganze Sätze und Textpassagen aus dem Deutschen oder Englischen ins Föhrer Friesisch übersetzt. Wäre das nicht auch eine Idee für das Gutamål? Wer einen Blick riskieren möchte: Fering Auersaater
Interessant ist auch ein Blick nach Schottland und auf die Bemühungen dem Schottischen Gälisch wieder mehr Raum in zum Beispiel Medien und Bildung zu geben. Das Schottische Gälisch ist eine keltische/gälische Sprache, wurde jedoch in der Wikingerzeit auch stark vom Nordischen beeinflusst. Wer sich für das Schottische Gälisch interessiert, dem sei die Seite Learn Gaelic mit einem Wörterbuch und Aussprachehilfen empfohlen.
Bemerkenswert sind die Bemühungen um die Wiederbelebung des früher im Südosten des Ostseeraums gesprochenen Prussischen. Das Prussische ist (wie Lettisch und Litauisch) eine baltische Sprache, die jedoch in der Neuzeit vom Deutschen abgelöst worden ist. Hier sei auf das 2017 erschienene Buch Altpreusssiche Geschichte-Dialekte-Grammatik von Vytautas Rinkevičius aus der Schriftenreihe der Gesellschaft für Baltische Studien verwiesen. Andere Beispiele für die Wiederbelebung von nicht oder kaum noch gesprochenen Sprachen sind das (semitische) Hebräische und das (keltische) Kornisch. Ob gleiches in Zukunft auch für andere Sprachen wie das antike Uggaritische vorstellbar wäre?
Eine weitere Sprachfamilie im Ostseeraum sind die finno-ugrischen Sprachen wie das Finnische, das Estnische und das Samische. Die im Raum Karelien verbreiteten Varianten des Karelischen und Wepsischen standen und stehen stark unter dem Druck des Russischen. Wepsisch wird heute noch von zwischen 1.000 und 2.000 Menschen gesprochen und ist insofern stark gefährdet. Wer sich für Karelien und das Karelische und Wepsische interessiert, dem seien hier und hier entsprechende Sprachkurse empfohlen. Interessant ist auch der Blick in das früher mehrsprachige finnische und schwedische Viborg hier und hier.
Fehlen soll auch nicht ein Hinweis auf die Bemühungen den (ostdänischen) Dialekt auf Bornholm fortzuführen. Genannt werden kann das Facebook-Projekt Snakk Bâra.
Nachfolgend noch ein Blick auf das (leider in der ersten Hälfte des 20. Jh. ausgestorbene) jütländische Angeldänisch, über das sich sonst leider in der Literatur oder dem Internet (bisher) kaum mehr Informationen finden lassen. Daher hier (sozusagen als Exkurs zu Gutamål) einige Ausführungen zum Angeldänischen:
Angeldänisch (Angeldansk, Angelmål)
Das Angeldänische (Angeldansk, Angelmål) war bis in das 19. und zum Teil bis in das 20 Jh. als Variante des Südjütländischen (Sønderjysk) in den schleswigschen Landschaften Angeln und Schwansen verbreitet. In Grenznähe wird das Südjütländische auch heute noch als Dialekt des Dänischen gesprochen.
Das Verschwinden des Angeldänischen als Umgangssprache steht am Ende eines Prozesses, in dem sich das Deutsche im Süden Schleswigs durchsetzen und regionale dänische und friesische Varianten ablösen konnte. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Etablierung des Hochdeutschen als Kirchensprache in der Zeit nach der Reformation. Auch in anderen Bereichen wie dem Handel, der Verwaltung, der Justiz, dem Schulwesen und auch im Umfeld der (deutsch geprägten) Gutshöfe konnte sich das Hochdeutsche festsetzen. Das Jütländische oder Angeldänische blieb (wie auch das Nordfriesische) auf den privaten oder familiären Raum beschränkt. Es waren also nicht erst die nationalpolitischen Umbrüche in der Mitte des 19. Jh., die zum Verstummen des Angeldänischen geführt haben, sondern letztlich Prozesse, die schon am Ende des Mittelalters und somit noch in dänischer Zeit begonnen hatten.
Auch innerhalb der in Südschleswig verbleibenden dänischen Volksgruppe verschwand das Angeldänische. Stattdessen setzt sich dort eine regional gefärbte Variante des Standarddänischen durch. Im Flensburger Raum entwickelte sich mit dem Petuh eine deutsch-dänische Michsprache. Interessant ist, dass die ersten sprachpolitischen Maßnahmen zum Schutz des Dänischen durch die dänische Regierung in der Zeit des Sprachwechsels im 19. Jh. allein das Standarddänische (nicht aber regionale Dialekte) als Schutzziel hatten.
Wer sich (über das Angeldänische hinaus) für das Südjütländische interessiert, sei auf Æ Synnejysk Forening verwiesen, der sich auf der dänischen Seite der Grenze für den Dialekt engagiert.
(Auch hier der (rechtliche) Hinweis, dass diese Seite Links (Verweise) zu externen Informationsangeboten auf Servern enthält, auf deren aktuelle und zukünftige Gestaltung und Inhalte ich keinen Einfluss habe. Ich übernehme daher keine Verantwortung und Garantie für diese Informationen und billige oder unterstützte diese auch nicht.)
Was macht das Angeldänische aus?
Auch wenn das Angeldänische heute (nach meiner Kenntnis) nicht mehr gesprochen wird, lohnt sich doch ein Blick darauf, welches Dänisch in weiten Teilen Südschleswigs bis ins 19. und 20. Jh. gesprochen wurde – und welche Verbindungen und Einflüsse es zu anderen Dialekten und Sprachen gab.
Im Kern folgte das Angeldänische (wie andere jütländische Dialekte) der dänischen Standardnorm. Interessant sind vor allem die Fälle, in denen es von der standardisierten Norm abwich. Ausgehend von Hagerups und Lyngbys Standardwerk Om det danske sprog i Angel sollen hier einige Merkmale des Angeldänische dokumentiert werden.
Ergänzend sei noch auf das Ordbog oder den danske dialekt i Angel hingewiesen, das u. a. auf Aufzeichnungen der letzten Sprecher im 20. Jh. im nördlichen Angeln zurückgeht.
Vorab einige Hinweise: Es besteht keine verbindliche Schreibweise des Angeldänischen. Es kann also durchaus sein, dass Wörter unterschiedlich schriftlich fixiert worden sind. Auch konnten lokale Unterschiede bestehen.
Und noch ein Hinweis zur Schreibweise: Das ó beschreibt ein langes, geschlossenes o (wie im deutschen Sohn oder Boot). Das ò beschreibt ein kurzes, offenes o (ähnlich dem deutschen offen). Statt ø wurde oft meist noch ö verwendet.
Grammatik
Die Grammatik des Angeldänischen folgte im Wesentlichen der standarddänischen. Im Folgenden sind vor allem die Abweichungen dokumentiert.
Artikel
Der unbestimmte Artikel glich dem in der dänischen Standardsprache. Die Aussprache tendierte jedoch etwas mehr zu einem dunkeln a.
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
Utrum |
ein / eine |
en |
en |
|
Neutrum |
ein |
et |
et |
Der bestimmte Artikel wurde nicht (wie im Standarddänischen und in den anderen skandinavischen Sprachen) an das Substantiv als Suffix angefügt, sondern (gleich den übrigen süd- und westjütländischen Varietäten) dem Substantiv vorangestellt. Es war in Genus und Nummerus (Geschlecht und Anzahl) unveränderlich.
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
Utrum |
der / die |
-en |
æ |
|
Neutrum |
das |
-et |
æ |
|
Plural |
die |
-ene / -ne |
æ |
Beispiele: æ dreng (ein Junge), æ huus (ein Haus), æ hiel by (ein ganzer Ort).
Es gab jedoch Ausnahmen wie zum Beispiel ved dagens lys (im Licht des Tages).
Genitiv
Der Genitiv wurde wie in den übrigen nordischen Sprachen und Dialekten mit einem angefügten -s gebildet. Ein Beispiel ist Min faers huus
Der Genitiv mit angefügten -s fand auch im adverbialen Ausrücken mit til Anwendung. Ein Beispiel ist til havs (auf See) oder Hesten skal gøres til penges. (Das Pferd soll zu Geld gemacht werden.)
Wurde der bestimmte Artikel æ verwendet, fand stattdessen das Possessivpronomen sin Anwendung. Beispiele sind æ præst sin kjер (dem Pastor sein Stab), æ krómmand sit huus (des Gastwirts sein Haus). Diese Konstruktionen finden sich auch im Niederdeutschen und im Norwegischen.
Personalpronomen (Subjektpronomen)
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
|
Singular
|
ich |
jeg |
æ |
anord. ek, nyorsk eg, Fjoldemål æ |
|
du |
du |
dó |
|
|
|
er |
han |
han |
|
|
|
sie |
hun |
hón |
anord. u. schwed. hon, nynorsk ho |
|
|
es |
den/det |
den/det |
|
|
|
Plural |
wir |
vi |
vi |
Fjoldemål im |
|
ihr |
I |
i |
|
|
|
sie |
de |
di |
|
Personalpronomen (Objektpronomen)
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
|
Singular |
mich / mir |
mig |
mæ |
anord. ek, nynorsk eg |
|
dich / dir |
dig |
dæ |
|
|
|
ihn / ihm |
ham |
ham |
|
|
|
sie / ihr |
hende |
hinn |
anord. u. schwed. hon, nynorsk ho, Fjoldemål hind |
|
|
es / ihm |
den/det |
den/det |
|
|
|
Plural |
uns |
os |
vos |
ebs. im Fjoldemål vos |
|
euch |
jer |
jer |
Fjoldemål iem |
|
|
sie / ihnen |
dem |
dem |
|
Wurden die bestimmenden Pronomen (den, de, di, dem) unbetont verwendet, entfiel das einleitende d-. Ein Beispiel wäre: Han tajjer betaling for ‘em. (Er nimmt Bezahlung für sie.)
Demonstrativpronomen und sächliches Personalpronomen
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
Utrum |
diese(r) |
den her (denne) |
denjer |
|
Neutrum |
dieses |
det her (dette) |
denjet |
|
Plural |
diese |
de her (disse) |
dijær |
Possessivpronomen
|
Singular |
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
mein |
min |
min |
|
|
dein |
din |
din |
|
|
sein/ihr |
hans, hendes, sin, sit |
hans, hendes, sin, sit |
|
|
Plural |
unser |
vores |
vor |
|
euer |
jeres |
jer, jèt |
|
|
ihr |
deres |
der, det |
Adjektive in der unbestimmten Form
Adjektive in der unbestimmten Form (also Adjektive, die prädikativ, adverbial oder attributiv mit unbestimmtem Artikel verwendet werden) wurden im Wesentlichen wie im Standarddänischen dekliniert.
Es gab jedoch einige Ausnahmen. Anders als im Standarddänischen folgte bei Adjektiven auf auslautende -sk und -e im Neutrum im Angeldänischen (und auch im Fjoldemål) ein -t. Aus der Endung -skt fiel jedoch das -k- heraus. Statt et dansk ord (ein dänisches Wort) hieß es im Angeldänischen somit et danst ord und statt frisk kød (frisches Fleisch) entsprechend frist kjø.
Andersherum fiel bei Adjektiven, die auf -e, -ig und -et endeten, im Angeldänischen in der unbestimmten Form im Neutrum das -t oder -gt weg. Statt et flittigt barn (ein fleißiges Kind) hieß es im Angeldänischen stattdessen et flitle baen und statt et nærigt menneske (ein geiziger Mensch) entsprechend et nære minnisk.
Bei Adjektiven, die auf -ngt, -skt und -rt enden, fielen jeweils das das -g-, das -k- und das -r- heraus. Statt langt hieß es somit zum Beispiel lòjnt.
Bei Adjektiven, die auf -rkt enden, fanden keine Veränderungen statt.
Adjektive in der bestimmten Form
Im Angeldänischen wurde dem Adjektiv in der bestimmten Form kein -e angefügt, sondern stattdessen der Stamm gedehnt. Es hieß also nicht den store, sondern den stohr.
Beispiele für attributive Adjektive in der bestimmten Form wären:
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
Utrum |
das neue Messer |
den nye kniv |
Den ny knyw |
|
Neutrum |
der neue Schaft |
det nye skaft |
De ny skawt |
|
Plural |
die neuen Pferde |
de nye heste |
Di ny hæhst/hehst |
Komparation
Die Komparation glich im Wesentlichen der Komparation im Standarddänischen.
In den Fällen, in denen jedoch im Dänischen im Komparativ ein unbetontes -e hinzugefügt wird, wurde im Angeldänischen stattdessen der Stammvokal gedehnt. Es hieß im Komparativ also nicht større (größer) und bedre (besser), sondern støhr und bæhr.
Zahlen
|
Kardinalzahlen |
Ordinalzahlen |
||||
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
eins |
en |
jn, jit |
erste(r) |
første |
føhst |
|
zwei |
to |
tów |
zweite(r) |
anden/andet |
ahn |
|
drei |
tre |
tre |
dritte(r) |
tredje |
treh |
|
vier |
fire |
fihr (fih) |
vierte(r) |
fjerde |
fæhr |
|
fünf |
fem |
fem |
fünfte(r) |
femte |
femmt |
|
sechs |
seks |
sæht |
sechste(r) |
sjette |
sæht |
|
sieben |
syv |
syvven |
siebente(r) |
sjette |
syvven |
|
acht |
otte |
óten |
achte(r) |
ottende |
óten |
|
neun |
ni |
nijen |
neunte(r) |
niende |
nijen |
|
zehn |
ti |
ti |
zehnte(r) |
tiende |
tijen |
|
elf |
elleve |
elle |
elfte(r) |
ellevte |
ellet |
|
zwölf |
tolv |
tòl |
zwölfte(r) |
tolvte |
tollt |
|
dreizehn |
tretten |
tretten |
dreizehnte(r) |
trettende |
trettens |
|
vierzehn |
fjorten |
fjutten |
vierzehnte(r) |
fjortende |
fjuttens |
|
fünfzehn |
femten |
femmten |
fünfzehnte(r) |
femtende |
femmtens |
|
sechszehn |
seksten |
sajjsten |
sechszehnte(r) |
sekstende |
sajjstens |
|
siebzehn |
sytten |
sytten |
siebzehnte(r) |
syttende |
syttens |
|
achtzehn |
atten |
atten |
achtzehnte(r) |
attende |
attens |
|
neunzehn |
nitten |
nitten |
neunzehnte(r) |
nittende |
nittens |
|
zwanzig |
tyve |
tjyvv |
zwanzigste(r) |
tyvende |
tjyvvens |
Ein Uhr heißt im Angeldänischen zum Beispiel klok jin.
Ein Teil der Ordinalzahlen endete auf -s, was an die Endung englischer Ordinalzahlen auf -th erinnert (zum Beispiel: fourteenth).
|
Kardinalzahlen zw. 30 und 1000 |
|||
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
|
dreißig |
tredive |
trerre, trörre |
|
|
vierzig |
fyrre |
firti |
ndt. veertig, schwed. fyrtio |
|
fünfzig |
halvtreds |
föfti |
ndt. fofftig |
|
sechszig |
tres |
sösti |
ndt. sostig |
|
siebzig |
halvfjerds |
sövventi |
ndt. söbentig |
|
achtzig |
firs |
taggenti |
ndt. tachentig |
|
neunzig |
halvfems |
nægenti |
ndt. negentig |
|
hundert |
hundrede |
hunner |
|
|
tausend |
tusind |
tusen |
|
Die Kardinalzahlen zw. 40 und 90 lehnten sich an die niederdeutsche Form an. Das Angeldänische wich hier also von der vigesimalen (also der auf der Zahl Zwanzig beruhenden) Zählweise des Standarddänischen ab und und orientierte sich an der dezimalen (also der auf der Zahl Zehn beruhenden) Zählweise des Niederdeutschen.
Ausdrücke wie eineinhalb/anderthalb oder jeder zweite glichen der Standardform im Dänischen (halvanden, hveranden). Eine Jahreszahl wie zum Beispiel 1801 wurde wie folgt geschrieben: hunner ò jin
Verben
Vorab der Hinweis: In der dänischen Grammatik wurde bei Verben früher zwischen offener und geschlossener Hauptart unterschieden. Bei Verben der offenen Hauptart endet der Stamm auf einen Vokal (zum Beispiel bo), bei Verben der geschlossenen Hauptart auf einen Konsonanten (zum Beispiel elske oder spise).
In der zweiten Person Singular Präsens Indikativ bestand in einzelnen Fällen noch eine separate Endung (ähnlich wie im Gutnischen) mit der Endung -t oder -st. Auch im Englischen gab es bis in die frühen Neuzeit noch separate Endungen für die zweite Person Singular. Beispiele sind: thou canst (Du kannst), thou shalt (Du sollst), thou knowest (Du weißt) und thou art (Du bist).
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
|
du kannst |
du kan |
dó kat |
anord. þú kant, gutn. däu kanst |
|
du sollst, wirst |
du skal |
dó skat |
anord. þú skalt, adän. skalt, gutn. däu skatt |
|
du willst |
du vil |
dó vét |
anord. þú vilt, gutn. däu vitt |
|
du musst, darfst |
du må |
dó mòt, mòst |
anord. þú mátt, däu mast |
|
du bist |
du er |
dó est |
anord. þú ert, gutn. däu jäst |
|
du darfst, brauchst |
du behöver (historisch: du turver) |
dó tóst |
anord. þú þart, adän. törst |
|
du weißt |
Du ved |
dó vést |
anord. þú veizt, adän. vedst, gutn. däu vaist |
Bei Verben, die im Stamm auf -l oder -n endeten, entfielen im Präsens, Präteritum und Perfekt die Endungen. Zur Unterscheidung wurde im Präteritum der Stamm gedehnt. Statt des standarddänischen låner (präs.) lånte (prät.) und har lånt (part. perf.) hieß es im Angeldänischen læn (präs.), låhn (prät.) und hær lån (part. perf.).
Bei Verben, die im Stamm auf -r oder -s endeten, entfiel im Präsens ebenfalls die Endung. Hieß es Standarddänischen zum Beispiel im Präsens bærer (tragen) und spørger (fragen) hieß es im Angeldänischen bær und spör.
Bei Verben mit einem oder zwei d im Stamm schwächte sich das d zu einem r ab und verschmolz mit der Präsensendung -er. Zum Teil war noch ein Nachklang des -e vorhanden. Statt standdarddänisch hedder (heißen) hieß es im Angeldänischen zum Beispiel jér’r bzw. jérre.
Im Präsens bestand bei bei starken Verben im Altnordischen ein Vokalwechsel (Umlaut) von a zu æ. Eine Beispiel ist der Infinitiv fara (fahren). Angestoßen durch einen i-Umlaut entwickelte sich die 3. Person Singular hier von faridi zu ferr. In den modernen skandinavischen Sprachen ist dieser Umlaut größtenteils wieder geschwunden. Eine Ausnahme bildet das Nynorsk, wo es im Präsens der starken Verben noch Formen wie fær (fahren) und kjem (kommen) gibt. Die standarddänischen Entsprechungen sind farer und kommer. Wie im Nynorsk gab es solche Umlaute bei starken Verben mit einem Stamm auf a, å oder o auch im Angeldänischen. Statt wie im Standarddänischen im Präsens graver (graben) und råder (raten) hieß es zum Beispiel græwer und ræjjer.
Verben im Imperativ besaßen noch eine spezifische Endung für den Plural auf -e(r), die ansonsten im modernen Standarddänischen geschwunden ist.
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
Bedient euch, Leute |
Tag ved, folkens |
Taje(r) ve, folkens |
|
Grüßt eure Leute |
Hils jeres folk |
Hjelse(r) jèt Folk |
Im Präteritum enden die schwachen Verben im Standarddänischen auf -ede oder auf -te (letzteres bei Verben, die im Stamm auf p, t, k, s oder r, l, n enden). Im Angeldänischen wurde das auslautende -e und in vielen Fällen auch der auslautende Konsonant weggelassen. So hieß es zum Beispiel statt drømte (träumte) drömmt (also mit Wegfall des auslautenden e) und statt stoppede (stoppte) stoppe (also mit Wegfall des auslautenden e und d). Der Wegfall des auslaufenden -e im Präteritum der schwachen Verben ist auch aus dem Norwegischen bekannt. Statt dän. huskede (erinnerte) und snakkede (redete) heißt es im Bokmål husket und snakket und im Nynorsk hugsa und snakka.
Endete der Verbstamm auf einen Vokal schwächte sich das d der Endung im Präteritum zu einem j ab. Statt boede (wohnte) hieß es zum Beispiel bohj (also mit Wegfall des auslautenden e und Umwandlung des d in j). Eine ähnliche Abschwächung ist aus dem Norwegischen bekannt. So heißt es zum Beispiel statt dän. troede (glaubte) im Bokmål trodde und im Nynorsk trudde.
Das Perfekt wird im Standarddänischen bei Verben der Bewegung oder der Veränderung mit være (sein) gebildet. Bei den übrigen Verben wird have (haben) benutzt. Hier gleicht das Dänische im Wesentlichen dem Bildungsmuster im Deutschen. Dieses Phänomen geht in beiden Sprachen auf ein gemein-germanisches Muster zurück, dass sich so auch schon im Altnordischen gab. Im Englischen und Schwedischen wurde die Bildung des Perfekt mit sein jedoch weitgehend aufgegeben. Stattdessen wird das Perfekt dort im Regelfall mit haben (have, ha) gebildet. Auch im Angeldänischen gibt es Beispiele für Verben, die abweichend vom Standarddänischen mit ha/hær gebildet wurden. Das Angeldänische lehnte sich so in gewisser Weise an die moderne Entwicklung im Englischen und Schwedischen an. Ein Beispiel wäre: Æ Huus hæ follen om.
Die Bildung des Partizip Präsens (Partizip I) entsprach im Wesentlichen der Bildung im Standarddänischen. Jedoch wurde es mit einem auslautenden -e und mit einem stummen -d gesprochen. In einigen Fällen wurde noch ein -s angefügt. Sprachgeschichtlich gehen die Formen auf das altnordische -andi zurück.
Beispiele wären:
|
Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
|
gehend |
gående |
gongend |
|
fahrend |
kørende |
agend |
|
kaufend |
købende |
kjøhfens |
|
zerstörend |
ødelæggende |
øhléggens |
Starke Verben im Partizip Perfekt besaßen im Angeldänischen zum Teil noch eine spezifische Endung auf -en, die inzwischen im Standarddänischen ebenfalls geschwunden ist. Sie geht auf das Altnordische und letztlich auf das Urgermanische zurück. So lautete die Partizipendung starker Verben im Altnordischen auf -inn (mask.), -in (fem.) oder -it (neutr.). Im Urgermanischen lautet die Endung vermutlich *-anaz. Noch heute werden das Partizip Perfekt starker oder unregelmäßiger (geschichtlich oft auch starke Verben) Verben im Deutschen und Englischen mit -en gebildet (zum Beispiel im Dt. gegessen, gefahren, gesehen, im Engl. eaten, driven, seen). Im modernen Standarddänisch wird das Partizip Perfekt heute nahezu in allen Formen mit -e(t) gebildet, ausgehend von der Endung für das Partizip Perfekt der schwachen Verben. Allein in adjektivischer Verwendung findet sich noch die Endung -en. Ein Beispiel aus dem Standarddänischen ist har skrevet (habe geschrieben) für das starke Verb im Partizip Perfekt und skreven ord (geschriebenes Wort) für das Adjektiv. Das Angeldänische war insofern konservativer (und in gewisser Weise näher am Deutschen und Englischen), da es bei vielen starken Verben im Partizip Perfekt noch das -en beibehalten hat. Statt har skrevet heißt es entsprechend im Angeldänischen hær skrövven. Es gibt jedoch ebenso Formen, die (wie im standardisierten Dänisch) (bereits) auf -et oder apokopiert (verkürzt) -e. Statt har taget (hat genommen), har ridet (ist geritten), har gnedet (hat gerieben) und har lyvet (hat gelogen) hieß es im Angeldänischen hær tajje, hær rejje, hær nèjje und hær lavve.
Wie im Standarddänischen und den übrigen skandinavischen Sprachen bestanden auch im Angeldänischen s-Verben. Diese gehen geschichtlich auf das Reflexivpronomen sik (sich) zurück und können entweder reflexiv (auf sich selbst zurückwirkend), reziprok (wechselseitig), als Deponentien (passivisch in der Form, aktivisch in der Bedeutung) oder als Passiv verwendet werden Zusammenfassend werden diese auch als mediale Verben oder als Mediopassiv umschrieben. Für die passivische Verwendung wurde im Angeldänischen jedoch abweichend vom s-Passiv meist eine Umschreibung mit vorde (werden) genutzt. Dies entspricht auch der Entwicklung im Standarddänischen und Norwegischen, wo die Umschreibung mit blive bzw. bli am weitesten verbreitet ist. Die Form auf -s wurde eher selten genutzt.
|
Passiv über s-Verb (synthetisches Passiv): |
|
|
de fògjæes òlr |
es wird niemals vergessen |
|
de må olt mætajes |
es muss alles mitgenommen werden |
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Uvenskabet forslides nok |
Die Feindschaft wird wohl aufgerieben / abgenutzt / verschlissen |
|
Passiv über Umschreibung mit vorde (analytisches oder periphrastisches Passiv): |
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de ka vur brugt |
es kann genutzt/verwendet werden |
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de ver mö'l sój |
es wird oft gesagt |
|
de hæ vurn fò silde |
es ist zu spät geworden |
Deutlich öfter fand das s-Verb in seiner reflexiven, reziproken oder deponenten Bedeutung Verwendung. Ein Beispiel für die Verwendung als deponentes Verb (also ein in Form passives und in der Bedeutung aktives Verb) war tykkes, das dem standarddänischen Deponent synes entsprach und soviel wie meinen oder finden bedeutete. Ein weiteres Beispiel für einen Deponent wäre tryws in Entsprechung des standarddänischen trives für sich wohlfühlen.
Beispiele für einzelne Verben:
|
|
Infinitiv |
Indikativ |
Präteritum (Imperfekt) |
Partizip |
|
wohnen |
boe |
boer |
bohj |
bój |
|
pflügen |
plòυν |
plovver |
plovve |
plovve |
|
suchen |
søhg |
søger |
søhgt |
søgt |
|
reden |
snahk |
snakker |
snukke |
snukke |
|
wachsen |
groe |
groer |
grohj |
grój |
|
träumen |
drömm |
drömmer |
drömmt |
drömt |
|
denken |
tannk |
tænker |
tinnt |
tint |
|
erinnern (dän. huske) |
hòvvs |
hòvser |
hòvvst |
hòvvst |
|
tun, machen |
gyhr |
gyr |
gyhr |
gyhr |
|
kaufen |
kjøhf |
kjøfer |
köjjt |
köjt |
|
fahren |
kjøhr |
kjør |
kjøhr |
kjøer |
|
verkaufen |
sell |
sèl |
sohl |
soel |
|
sitzen |
seh |
sir'r |
sa |
sèt |
|
geben |
gi |
gier |
ga |
gi |
|
schreien |
skrihg |
skrigger |
skreg |
skréggen |
|
gleiten |
glih |
glier |
glèj |
glèjjen |
|
bleiben |
blyvv |
blywer |
blöw |
blövven |
|
helfen |
hjællp |
hjælper |
hjalp |
hjòlpen |
|
kommen |
komm |
kömmer |
kam |
kommen |
|
singen |
synng |
synger |
sang |
sungen |
|
bekommen |
fåe |
fæer |
fèk |
fòn |
|
gehen |
gåe |
gaer |
gik |
gòn |
Aussprache
Vokale
Das Angeldänische wich in seiner Vokalentwicklung zum Teil vom Standarddänischen ab.
Zum Beispiel trat vor den Konsonanten f und v anstelle des standarddänischen å oder ò im Angeldänischen ein a. Andersherum trat vor den Konsonanten l, n und ng anstelle des standarddänischen a oft ein å oder ò.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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å / ò → a |
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grob |
grov |
graw |
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Decke |
loft |
lawt |
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schlafen |
sove |
savv, savve |
gutn. sive |
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a → å / ò |
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Gang, Mal |
gang |
góng |
schwed. gång |
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lang |
lang |
lòng, lòjnt |
schwed. lång, engl. long |
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Montag |
mandag |
móndaw |
isl. mánudagur, anord. mánadagr |
Ebenfalls dokumentiert sind Vokalveränderungen, bei denen das Standarddänische ein a und das Angeldänische ein æ aufwies.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Tochter |
datter |
dætter |
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Farbe |
farve |
færre, færve |
schwed. färg |
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Macht, Kraft |
magt |
mæjt |
engl. might |
Auch viele Verben mit einem a als Stammvokal lauten im Angeldänischen im Präsens (auf –er endend) auf æ um.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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backen |
bager |
bægger |
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schmecken |
smager |
smægger |
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fallen |
falder |
fælder |
anord. ek fell, þú fellr, hann fellr usw. |
In mehreren Fällen fanden sich Übereinstimmungen mit altnordischen oder übrigen nordischen Formen, die es so im Standarddänischen nicht mehr gab und gib (oder im Schriftbild nicht abgebildet wird):
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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vorwärts |
frem |
fram |
isl. framm, schwed. und gutn. fram |
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Schuld |
gæld |
gjahl |
isl. gjald |
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Herz |
hjærte |
hjaht |
isl. hjarta, nynorsk hjarte |
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schwer |
svær |
svar |
schwed. svår |
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selten |
sjælden |
sjòlden |
anord. sjaldan, isl. sjaldan |
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schließen, abschließen |
låse |
lahs |
anord. u. isl. læsa |
Wie in anderen dänischen und nordischen Dialekten und Sprachen wird oft anstelle eines o-Lautes im Angeldänischen ein u-Laut gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Bauer |
bonde |
buhnd |
anord. bóndi, gutn. bonde, båunde |
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Frau |
kone |
kuhn |
anord. kona |
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Honig |
honning |
hunne |
anord. und isl. hunang, gutn. hånnungg |
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König |
konge |
kunng |
anord. konungr, isl. konungur, gutn. kungg, kuningg |
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Wagen |
vogn |
vuun |
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Andersherum entwickelte sich in vielen Fällen anstelle des standarddänischen u-Lautes im Angeldänischen ein ò- oder ó-Laut.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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schließen |
lukke |
lohk |
anord. lúka |
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Loch |
hul |
hól |
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Augenblick, Weile |
stund |
stohjnd |
gutn. stund |
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Botschaft, Gebot |
bud |
bòj |
anord. boð |
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Braut |
brud |
brò |
anord. brúðr |
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Bogen |
bue |
bow |
anord. bogi, gutn. buge |
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Taube |
due |
dow |
anord. dúfa, gutn. däue |
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Mütze |
hue |
how |
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Vogel |
fugl |
fowl |
anord. fugl, gutn. fäugel |
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Hose |
bukser |
bows |
anord. brók (brækr) |
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erinnern |
huske |
hows |
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pflücken |
plukke |
plòhk |
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Auch das im Standarddänischen anlautende u wurde im Angeldänischen in der Regel als o-Laut realisiert
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Mühe |
umage |
omag |
isl. ómak, gutn. omak |
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unmöglich |
umulig |
omöjle |
isl. ómögulegur, schwed. omöjlig |
Wo das Standarddänische einen e- oder æ-Laut aufweist, wurde im Angeldänischen oft ein i oder ie gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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mehr |
mere |
mier |
anord. meir |
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spät |
sen |
sien |
anord. seinn |
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Stein |
sten |
stien |
anord. steinn |
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brennen, verbrennen |
brænde |
brinn |
anord. brenna, schwed. brinna |
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holen |
hente |
hinnt |
anord. henta |
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Freund |
ven |
vin |
anord. vinr |
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Berg |
bjerg |
bjirre |
anord. berg |
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bergen, retten |
bjerge |
bjirr |
anord. bjarga |
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Gras |
græs |
gris |
anord. gras |
Auch das standarddänische i mit nachfolgendem l-Laut entsprach meist einem ie im Angeldänischen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Feuer |
ild |
ield |
anord. eldr |
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Quelle, Brunnen |
kilde |
kjéhl |
anord. kelda |
Die vor den Konsonanten f und v stehenden standarddänischen Vokale e und æ wurden im Angeldänischen gerundeter als ö gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Brief |
brev |
bröw |
anord. brēf |
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wurden |
blev |
blöw |
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fordern |
kræve |
krövv |
anord. krefja |
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Auch dän ift → angeldän. öwt: |
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Schrift |
skrift |
skröwt |
anord. skript |
Die Rundung zu ö war auch vor anderen Konsonanten feststellbar.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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lesen |
læse |
löhs |
anord. lesa |
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Milch |
mælk |
mjölk |
anord. mjǫlk, schwed. mjölk, gutn. mjalk, mjälk |
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Mehl |
mel |
mjöl |
anord. mjǫl, schwed. mjöl, gutn. mjöl, mjel (mjäl) |
Zudem fand sich die Rundung zu ö (ø) auch dort, wo das Standarddänische ein -ift spricht.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Schrift |
skrift |
skröwt |
anord. skript |
Anstelle des standarddänischen i und ø wurde im Angeldänischen meist ein y gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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iv → yv (yw) |
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bleiben |
blive |
blyvv |
anord. biða |
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schreiben |
skrive |
skryvv |
anord. skrifa, rita, gutn. skreive, ripe |
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Messer |
kniv |
knyw |
anord. knífr |
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Leben |
liv |
lyw |
anord. līf |
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ø → y |
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Blut |
blød |
blye |
anord. blóð, gutn. blaud, blåud, |
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Grütze, Brei |
grød |
grye |
anord. grautr, gutn. gråit |
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Ohr |
øre |
yhr |
anord. eyra |
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Tonne, Fass |
tønde |
tynn |
anord. tunna, schwed. tunna, gutn. tunne |
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hören |
høre |
hyhr |
anord. heyra |
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kaufen |
købe |
kyhf (kjøhf) |
anord. kaupa, gutn. kaupe |
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øj → y |
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beugen |
bøje |
byh |
anord. beygja |
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Beugung |
bøjning |
byh |
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hoch |
høj |
hy |
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Hügel |
høj, højde |
hyh |
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rechts |
højre |
hyhr |
anord. hægri, gutn. hygar |
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Kleidung |
tøj |
ty |
anord. klæði, gutn. kled |
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Auge |
øje |
yh |
anord. auga, gutn. auge |
In einzelnen Wörtern stand anstelle des im Standarddänischen gesprochenen ej im Angeldänischen ein i.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Küster, Diakon |
degn |
dien |
anord. djákn |
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Schnecke |
snegl |
sniil |
anord. snigill, gutn. snägel |
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aber: |
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Regen |
regn |
ræn |
anord. regn, gutn. regn, rängn |
Adjektive und Adverbien, die im Standarddänischen auf -ig enden, wurden im Angeldänischen ohne das auslautende g gesprochen. Zudem wurde anstelle eines e ein i gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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billig, günstig |
billig |
bille |
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gefährlich |
farlig |
falle |
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früh |
tidlig |
tille |
Konsonanten
Das b wurde ausschließlich im Wortanlaut artikuliert und ging ansonsten zu einem f über. Das b wurde also zu einem f frikativiert. Es entspricht dem p oder t im Altnordischen und dem p im Englischen und Schwedischen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Bibel |
bibel |
bifl |
anord. biblía |
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Tropfen |
dråbe |
dråhf |
anord. dropi, gutn. drupe |
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taufen |
døbe |
døhf |
anord. deypa , gutn. döipe |
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kaufen |
købe |
kjøhf |
anord. kaupa, gutn. kaupe |
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laufen |
løbe |
løhf |
Anord. hlaupa |
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Schrank |
skab |
skaff |
anord. skáp , schwed. u. gutn. skåp |
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Seife |
sæbe |
sief (seef) |
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Apfel |
æble |
æhfl |
anord. epli |
Das f wiederum ging in ein weiches v (w) über, dies insbesondere vor einem t.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Abend |
aften |
awten |
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Schaft |
skaft |
skawt |
Eine Ausnahme hierzu war das die dänische Präposition efter, die im Angeldänischen als etter realisiert wurde (sonst im Jütländischen atter).
Das weiche d nach einem Vokal wurde im Angeldänischen entweder ausgelassen oder wurde als j- oder r-Laut wiedergegeben. Gerade die Wiedergabe mit r ist im gesamten südjütländischen / schleswigschen Dialektraum verbreitet. Auch im Fünischen wird das weiche d nicht gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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Straße |
gade |
gah |
anord. stræti. |
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draußen |
ude |
uh |
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bei |
ved |
ve |
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endlich, schließlich |
omsider |
omsier |
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Schmied |
smed |
smej |
anord. smiðr |
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Stadt |
stad |
staj |
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Zeit |
tid |
tij |
anord. tíð |
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Sattel |
sadel |
sajl |
anord. sǫðull |
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Guten Abend |
godaften |
gójawten |
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Scheune |
lade |
lahj, lai |
anord. hlaða |
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Stoß |
stod |
styr |
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Tischler |
snedker |
snèrker |
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Schmiede |
smedje |
smérre |
anord. smiðja |
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dritte/r/s |
tredje |
trérre |
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heißen (Präsensform) |
hedder |
jer‘r |
anord. heiti, heitir usw., gutn. haite |
Das g im Anlaut wurde (wie standardisierten Dänisch) deutlich gesprochen. Beispiele wären gammel oder glad.
Nach einem Vokal Im Wortinneren hatte es sich jedoch oft zu einem j-, v- oder w-Laut abgeschwächt (Lenisierung).
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Macht, Kraft |
magt |
majt |
anord. máttr |
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Knecht |
knegt |
knejt |
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Lüge |
løgn |
løjn |
anord. lygi |
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ziehen |
drage |
drajj |
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nehmen |
tage |
tajj |
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Kirchspiel |
sogn |
sawn |
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Tag |
dag |
daw |
anord. dagr |
Auch Laute wie die Doppelkonsonanten gs oder ks fanden sich im Angeldänisch faktisch nicht.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Schere |
saks |
saws |
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sechs |
seks |
sæjs |
anord. sex |
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wachsen |
vokse |
vows |
anord. vaxa |
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Hose |
bukser |
böjjs, bòws |
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Auch ein g vor einem n verschwand.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Funke |
gnist |
nist |
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reiben |
gnide |
nih |
Ebenso verschwand oder verschmolz ein g nach einem l- oder r-Laut und fügte am Wortende ein e hinzu.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Berg |
bjerg |
bjirre |
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Welle |
bølge |
bulle |
In vielen anderen Fällen blieb das g jedoch noch hörbar. Dies betraf vor allem solche g-Laute nach Vokalen am Wortende. Beispiele wären nach lang gesprochenen Vokalen bóg (Buch), klóg (klug) und syg (krank) und nach kurz gesprochenen Vokalen eg (Ei) und skég (Bart).
Noch deutlicher wurde dies bei Verdoppelungen. Beispiele wären pigger (Mädchen) und bögger (Bücher).
Interessant ist auch, dass aus dem Deutschen stammende Wörter mit anlautendem g immer aspiriert als gh gesprochen wurden. Es hieß entsprechend nicht Gott, sondern ghott.
Anders als zum Beispiel im Nordjütländischen wurde ein h wird vor einem j- oder v-Laut nicht ausgesprochen (blieb also stumm).
Bei Wörtern mit e wurde zum Teil ein j vorangestellt. Aus dem Namen Erik wurde entsprechend Jerk (vgl. schwed. Jerker).
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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eine/r |
én |
jen(jin) |
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heißen |
hedde |
hjeh |
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heimlich |
hemmelig |
hjimle |
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grüßen |
hilse |
hjells |
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diese/r (Dem.pron.) |
den her |
denhjèr |
Das l wurde weiter hinten im Gaumen mit einem Zungenspitzenschlag gesprochen, hatte somit eine deutlich dunklere Färbung und erinnerte an die Aussprache im Norwegischen (dort als tjukk l ≈ dickes l oder auch Retroflex-Flap bezeichnet). Dies wurde besonders bei Doppelung und vor g und k deutlich.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Auf Wiedersehen |
farvel |
farværl |
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gefährlich |
farlig |
falle |
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Mühle |
mølle |
møll |
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Hilfe |
hjælp |
hjallep |
Ein l und n vor einem -d und -t wurde mit einem vorangestellten j- gesprochen. Statt salt (Salz) hieß es also im Angeldänischen sojlt.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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gefallen |
faldt |
fojldt |
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Salz |
salt |
sojlt |
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blind |
blind |
blehjnd |
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Land |
land |
lahjnd |
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Sand |
sand |
sahjnd |
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Sünde |
synd |
søhjnd |
Zum Teil schob sich zwischen n und k ein e ein.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Witwe |
enke |
ennek |
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pochen |
dunke |
dunnek |
Das r wurde (anders als im Standarddänischen) an der Zungenspitze gerollt. In der Aussprache hatte es sich beinahe einem d oder l-Laut angenähert. Die Aussprache stand somit dem Norwegischen nahe.
Wurde ein mit einem Vokal anlautendes Wort mit dem (südjütländischen) Artikel æ eingeleitet, schob sich ein r zwischen beide Vokale. Gleiches Phänomen trat auf, bei vorangestellten Wörtern mit Vokal. Das r verhinderte so den Zusammenstoß zweier sonst aufeinanderfolgender Vokale.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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das Jahr |
året |
æ(r) øg |
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viele Jahre |
mange år |
manne(r) oer |
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Das weiß ich nicht. |
Det ved jeg ikke. |
De vé(r) æ itt. |
Vor einem -t fiel das g oder k weg.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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lang, weit |
langt |
lòjnt |
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dachte |
tænkte |
tinnt |
Bei einem nachfolgenden l-, n-, s- oder t-Laut verschmolz das r jedoch (wie im Nordjütländischen, im Norwegischen und im Gutamål) mit diesen zu einem retroflexen Laut (Assimilation).
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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gefährlich |
farlig |
falle |
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Kind |
barn |
baen |
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Dienstag |
tirsdag |
tissdaw |
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Donnerstag |
torsdag |
tossdaw |
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Kreuz |
kors |
koss |
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trocken |
tørt |
tött |
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schwarz |
sort |
sótt |
Im Auslaut wurde das r nicht oder kaum gesprochen. Die Aussprache glich hier dem Standarddänischem. Beispiele sind Wörter wie er, var, hær.
Die im Standarddänischen vor einem t stehenden Konsonanten r, f und k fielen im Angeldänischen weg.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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geschlossen |
lukket |
lutt |
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dünken |
tykkes |
tott |
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decken, Dach decken |
tække |
tåt |
Andere vor einem t stehenden Konsonanten wurden wie j oder v gesprochen.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Macht, Kraft |
magt |
majt |
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beabsichtigen |
agter |
awter |
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kaufen |
købt |
køjt |
Vor den anlautenden oder inlautenden gerundeten Vokalen o, u und ö wurde im Angeldänischen ein v ergänzt (Prothese).
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweise |
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uns |
os |
vòs |
anord. oss, gutn. us, uss |
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Mittwoch |
onsdag |
vonnsdaw |
anord. óðinsdagr |
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Wurm |
orm |
vórm |
anord. ormr |
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seltsam |
underlig |
vunnle |
anord. undarligr |
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Wunsch |
ønske |
vönnsk |
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Ecke |
hjørne |
hvörrn |
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Getreide |
korn |
kvónn |
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Dorn |
torn |
tvónn |
anord. þorn |
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schwarz |
sort |
svótt, sótt |
anord. svartr |
Sprachgeschichtlich geht das v oder w auf das urgermanische w zurück, das im Altnordischen und in den späteren modernen skandinavischen Sprachen vor runden Vokalen wie u oder o oft wegfiel, im Deutschen oder Englischen jedoch erhalten blieb. Beispiele für das Deutsche wären Wurm, Wunder, und für das Englische entsprechend worm, wonder (gegenüber dem dänischen orm, under).
Oder mit einem anderen Beispiel: Das urgermanische wunskjan (wünschen) entwickelte sich im Englischen zu wish, im Altnordischen zu æskja und im modernen Dänisch zu ønske.
Das Angeldänische wich hier also von der Entwicklung der nordischen Sprachen ab und übernahm ein Charakteristikum der westgermanischen Sprachen Deutsch und Englisch.
Ein im Standarddänischen nach den Konsonanten l und r auftretendes v schwand im Angeldänischen. Stattdessen wurde am Wortende ein e ergänzt. Anders ausgedrückt: Das v assimilierte an ein vorangehendes l oder r unter Hinzufügung eines stützenden e.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Kalb |
kalv |
kalle |
anord. kalfr |
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Wolf |
ulv |
ulle |
anord. ulfr |
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Fußboden |
gulv |
gólle |
anord. golf |
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Sorge, Trauer |
sorg |
sorre |
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Farbe |
farve |
færre |
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wölben |
hvælve |
valle |
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Korb |
kurv |
kòrre |
anord. körf |
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Torf |
tørv |
tòrre |
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Ein nach einem Vokal stehendes v wurde im Angeldänischen (wie in anderen dänischen Dialekten) hingegen immer weich ausgesprochen.
Auch interessant: Das Wort allerede (bereits) hieß im Angeldänischen att oder alt. Das Wort alt (alles) hingegen òlt.
Das rollende r
Das r wurde wie in anderen Teilen Skandinaviens als gerolltes Zungenspitzen-r gesprochen.
Tonale Akzente
Abweichend vom Standarddänischen wurden im Angeldänischen noch die tonalen Akzente dokumentiert. Tonale Akzente bedeuten eine Veränderung der Tonhöhe. Tonale Akzente finden sich heute noch in den (angrenzenden) jütländischen Dialekten im Sundeved und auf Als, in den inseldänischen Dialekten auf Ærø und Langeland, als auch im Schwedischen, Norwegischen und Gutnischen (Gutamål). Mit Hilfe tonaler Akzente können gleich geschriebene Wörter über einen unterschiedlichen Tonverlauf eine unterschiedliche Bedeutung erhalten.
Die skandinavischen Sprachen kennen zwei Akzentmuster (Akzent 1 und 2). Wörter mit Akzent 1 wurden im Altnordischen mit einer Silbe gebildet. Wörter mit Akzent 2 wurden im Altnordischen mit zwei oder mehr Silben gebildet. Die charakteristische Sprachmelodie skandinavischer Sprachen wie des Schwedischen (und früher auch des Angeldänischen) geht auf diese beiden tonalen Akzente zurück. Das Dänische gab diese Tonalität jedoch größtenteils auf, indem der Akzent 1 durch den Stoßton abgelöst wurde.
Gemeinsamkeiten und Unterscheide
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Angeldänische (Angelmål) als Variante des Sønderjysk Teil der jütländischen Dialektgruppe gewesen ist und somit vor allem Gemeinsamkeiten mit anderen jütländischen Dialekten geteilt hat. Es gab jedoch auch Gemeinsamkeiten mit den inseldänischen Dialekten von zum Beispiel Langeland und Ærø. Insofern bildete es in gewisser Weise einen Übergang zwischen den jütländischen und den inseldänischen Dialekten.
Zudem hatte das Angeldänische auch viele nordische Elemente beibehalten, die in anderen dänischen Dialekten oder der Standardsprache geschwunden waren. Insofern teilte es auch interessante Gemeinsamkeiten mit dem Schwedischen, Norwegischen und nicht zuletzt dem Gutnischen (Gutamål).
So war im Angeldänischen (wie im Schwedischen, Norwegischen und Gutnischen) noch der tonale Akzent verbreitet, der dem Angeldänischen einen singenden Charakter gab. Der tonale Akzent findet sich heute noch in angrenzenden Dialekten im Sundeved, auf Als, Ærø und Langeland. Im Standarddänischen hat sich stattdessen der Stoßton (anstelle des Akzentes 1) durchsetzen können.
Eine weitere Gemeinsamkeit mit anderen skandinavischen Sprachen war die Aussprache des r als (rollendes) Zungenspitzen-R. Im Dänischen und Schonischen (Ostdänischen) wird das r sonst heute eher uvular am Gaumen gebildet.
Wie im Gutamål und einigen norwegischen Dialekten ist auch das Schwinden des stimmlosen e am Wortende dokumentiert. So hieß es statt kaste (werfen), snakke (reden) und klokke (Uhr) im Angeldänischen kast, snakk und klokk.
Auf der anderen Seite gibt es auch deutliche Unterschiede. Anders als im Nordjütländischen wird zum Beispiel ein h wird vor einem j- oder v-Laut nicht ausgesprochen.
Mit den westgermanischen Sprachen Deutsch und Englisch teilte das Angeldänische zudem die Beibehaltung des w vor den gerundeten Vokalen o und u. Statt dem standarddänischen orm für Wurm hieß es vórm.
Auch im Wortschatz hatte sich ein hoch- und niederdeutscher Einfluss gezeigt. So hieß es statt neben dem dänischen men (für aber) auch åwers, neben dem dänischen måske (für vielleicht) auch velicht und neben dem dänischen hjørne (für Ecke) wurde auch Ecke verwendet.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
Hinweis |
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aber |
men |
aaber |
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weil |
fordi |
wiel |
ndt. wiel |
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vergeben |
tilgive |
vergi |
ndt. vergeven |
Im Angeldänischen fanden sich viele Wörter, die im Standarddänischen so nicht mehr oder kaum noch Verwendung finden.
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Deutsch |
Dänisch |
Angeldänisch |
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Apfel, Apfelbaum |
æble, æbletræ |
abild |
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vergessen |
glemme |
forgjette |
|
gern haben |
holde af |
passe på |
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raten |
gætte |
råde |
|
schlecht |
dårlig |
skarns |
|
Zweig |
kvist |
tén |
|
zweimal |
to gange |
tøs |